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Fujifilm XF1 – Super kompakte Digitalkamera
mit einzigartiger Objektiv-Mechanik

Bei manchen Sachen frage ich mich: Warum hat das eigentlich nicht schon vorher jemand so gemacht? So erging es mir, als ich das erste Mal die Fujifilm XF1 in der Hand hielt. Der Clou dieser Kamera steckt im wahrsten Sinne des Wortes im Gehäuse: das Objektiv. Im Ruhezustand ist es fast vollständig im Gehäuse verschwunden. Will man fotografieren, so wird es mit einem schnellen Dreh aus dem Gehäuse rausgeschraubt und arretiert. Der Zoom wird manuell per Drehring eingestellt – wie auch bei der Fujifilm X10. Das Ganze funktioniert schnell und elegant. Dabei fühlt sich die XF1 insgesamt sehr hochwertig an und liegt gut in der Hand. Ich finde die Optik aus einer Mischung von Edelstahl und Leder sehr gelungen. Dazu die elegante und schlichte Formgebung – klasse. Fujifilm setzt mit der XF1 konsequent das Erscheinungsbild der X-Serie fort. Und die X-Serie ist inzwischen ordentlich gewachsen: X-S1 – Superzoomkamera mit lichtstarkem Objektiv, X10 beziehungsweise X20 – die Retro-Kompakte, X100 beziehungsweise X100S – die Festbrennweite mit Hybridsucher und super Bildqualität, die X-E1 – Systemkamera mit ausgezeichneter Bildqualität und die X-Pro1 – die professionelle Systemkamera. Und nun die XF1 als ultrakompakte Edelknipse.

Aber was heißt eigentlich ultrakompakt? Hier die Zahlen: 10,8 Zentimeter breit, 6,2 Zentimeter hoch und 3,3 Zentimeter dick. Auf die Waage bringt die XF1 rund 250 Gramm. Damit ist sie absolut hosentaschentauglich. Wobei – möchte man so eine elegante Kamera wirklich verstecken? Eigentlich nicht, zumal es sie in drei Farbvarianten gibt: rot, schwarz und braun. Ach ja, all' das hat natürlich seinen Preis: rund 420 Euro (Stand Januar 2013).

So, jetzt aber genug von den – zugegebenermaßen schicken – Äußerlichkeiten, schließlich müssen auch die inneren Werte stimmen. In der XF1 werkelt ein 2/3-Zoll Sensor (8,8 x 6,6 Millimeter) mit 12 Megapixel. Das ergibt einen Brennweitenverlängerungsfaktor von 4. Damit hat das Zoom-Objektiv (6,4 mm bis 25,6 mm) eine Kleinbildbrennweite von rund 25 bis 100 Millimeter. Damit bekommt man im Weitwinkelbereich ordentlich was auf den Sensor und ich kann prima Landschaftspanoramen fotografieren, der Telebereich reicht mir, und der für Portraits wichtige Brennweitenbereich von 70 bis 90 Millimeter wird abgedeckt. Im Objektiv sorgt ein Bildstabilisator für verwacklungsfreie Aufnahmen. In der kürzesten Brennweite beträgt die größte Blendenöffnung f1.8 und in der Teleeinstellung f4.9. Zum Vergleich: Die X10/X20 deckt einen Brennweitenbereich von 28 bis 112 Millimeter ab und die größte Blendenöffnung beträgt f2.0 bis f2.8. Die etwas schlechtere Ausgangsblende im Telebereich dürfte die Folge der kompakten Objektivbauweise sein. Die kleinste Blendenöffnung ist übrigens durchgängig f11. Noch ein Wort zum Sensor: In der X20 und der XF1 sind zwar 12 Megapixel-Sensoren im 2/3-Zoll-Format verbaut, der in der X20 ist jedoch neuer und leistungsfähiger – zumindest sagt Fujifilm das. Ob's stimmt, wird dann der Test zeigen, sobald die X20 verfügbar ist. In der XF1 arbeitet übrigens der gleiche Sensor, der auch schon in der X10 für gute Bildqualität sorgte.

 

 

Der Bildschirm auf der Kamerarückseite sorgt für keine Überraschungen. Mit einer Auflösung von 460.000 Bildpunkten und einer Diagonale von 7,6 Zentimetern hat er Standardformat. Es ist übrigens kein Touchscreen und er ist fest eingebaut. Die Oberfläche ist aus gehärtetem Glas und soll daher besonders widerstandfähig sein. Mein Test wird's zeigen, wie die Kamera nach einiger Zeit des normalen Gebrauchs aussieht. Wenn er die Qualität der X10 hat, dürfte er ziemlich kratzfest sein, denn auf meiner X10-Testkamera ist auch nach rund einem Jahr – mehr oder weniger – intensiven Gebrauchs kein einziger Kratzer zu entdecken. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Was gibt's außenrum sonst noch? Den kleinen Blitz, der per Schiebeknopf auf der Kamerarückseite ausgefahren werden kann. Nur falls man es nicht so gut sieht: Einen Blitzschuh hat die XF1 nicht. Hinter einer Klappe an der rechten Seite der Kamera – von hinten gesehen – gibt's einen USB und Mini-HDMI-Anschluss. Über diesen lassen sich Bilder und Videos auf entsprechenden Flachbildfernsehern ausgeben, das Live-Bild jedoch wird per HDMI nicht ausgegeben. Unter der Kamera ist die obligatorische Klappe, hinter der sich Akku und SD-Speicherkarte befinden. Ein Lob an Fuji muss ich an dieser Stelle mal loswerden: Das Akkuladegerät ist dem Kostendruck glücklicherweise nicht zum Opfer gefallen. Und so kann ein Ersatzakku bequem an der Steckdose geladen werden, während ich mit der XF1 fotografiere. An der Kamera-Oberseite sind der Auslöser, das Programmwahlrad und eine Funktionstaste, dazu später mehr. Die Rückseite der Fuji ist mit dem großen Kombi-Drehrad-Vierwegeschalter bestückt, vier Tasten und einem weiteren Kombi-Drehrad - das war's. Ach ja, noch etwas zum Stativgewinde: Das ist auf Grund der kompakten Bauweise nicht direkt unter dem Objektiv, also nicht in der optischen Achse – ein Nachteil, wenn man Panorama-Aufnahmen vom Stativ aus machen möchte. Dafür kann ich den Akkudeckel auch dann noch öffnen, wenn ich eine Stativ-Schnelleinspannplatte an die XF1 schraube – wenn die nicht gerade riesig ist.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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